Voraussetzungen für die private Krankenversicherung

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Voraussetzungen für die private Krankenversicherung

Sie wollen von der gesetzlichen Krankenversicherung in die private Krankenversicherung wechseln? Sind Sie selbständig oder freiberuflich tätig? Beziehen Sie ein höheres Gehalt in einem Angestelltenverhältnis oder sind Sie Beamter? Bei all diesen Berufsgruppen besteht die Möglichkeit von der GKV in die PKV zu wechseln.

Bedingung für Arbeitnehmer mit höherem Einkommen

Die Voraussetzung für den Wechsel ist die Versicherungspflichtgrenze. Das Bruttogehalt muss mindestens ein Jahr über dieser Grenze liegen. Die Höhe der Versicherungspflichtgrenze wird jährlich neu festgelegt. Im Jahr 2019 beträgt sie 60.750,00 Euro. Im Vergleich dazu lag die Grenze 2018 bei 59.400,00 Euro.

Seit 2011 ist diese Versicherungspflichtgrenze kontinuierlich gestiegen. Die Kriterien zur Berechnung beziehen sich auf den jährlichen Durchschnittsbruttolohn. Das Jahresentgelt (Jahresbruttolohn) stieg in den letzten Jahren regelmäßig. Deshalb wurde die Versicherungspflichtgrenze ständig angehoben. Unter der Versicherungspflichtgrenze versteht man die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG).

Berechnung des Jahresarbeitsentgeltes

Es werden nur bestimmte Einkünfte zur Berechnung herangezogen. Nachfolgend sehen Sie eine Aufstellung der relevanten Einnahmen:

  • Bruttolohn oder -gehalt
  • Urlaubsgeld
  • 13. Monatsgehalt (Weihnachtsgeld)
  • pauschale Überstunden
  • Sachbezüge
  • vermögenswirksame Leistungen
  • versicherungspflichtige Zweitbeschäftigung
  • Folgende Einnahmen werden nicht berücksichtigt:

  • Entgelt für tatsächlich geleistete Überstunden
  • Familienzuschläge (Ehegattenzuschlag, Kinderzuschlag)
  • pauschal besteuerte Bezüge (Direktversicherung, Fahrtkostenzuschuss)
  • Für wen ist die Versicherungspflichtgrenze wichtig?

    Besteht eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung muss die festgelegte Grenze beachtet werden. Wenn diese Bedingung erfüllt wird, dann ist ein Wechsel in die PKV möglich. Folgender Personenkreis ist davon betroffen:

    • freiwillig versicherte Arbeitnehmer
    • pflichtversicherte Arbeitnehmer
    • Gärtner, Landwirt, Künstler, Publizist (angestellt oder selbständig)
    • Arzt, Zahnarzt, Apotheker, Tierarzt (angestellt)

    Die Berufsgruppen Gärtner, Landwirt, Künstler und Publizist sind eine Ausnahme. Auch wenn die Tätigkeit als Selbständiger ausgeführt wird, sie sind trotzdem versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Überwindung der Versicherungspflichtgrenze ist Bedingung für den Übertritt in die PKV.

    Was ist eine Beitragsbemessungsgrenze?

    Die Beitragsbemessungsgrenze ist für den Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung nicht wichtig. Die Beitragsbemessungsgrenze bestimmt die Höhe der Beitragspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse. Bis zu einem Jahreseinkommen von 54.450,00 Euro (2019) ist der Versicherte beitragspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung.

    Das Einkommen über dieser Bemessungsgrenze ist nicht beitragspflichtig. Aber bis zum Einkommen in Höhe von 60.750,00 Euro besteht Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung. Bitte verwechseln Sie diese beiden Begriffe nicht. Seit dem Jahr 2003 haben diese beiden Grenzwerte unterschiedliche Bedeutungen. Die Beitragsbemessungsgrenze ist keine Bedingung für den Wechsel zur PKV.

    Voraussetzungen für Selbständige und Freiberufler

    Für diese Berufsgruppen gibt es keine Bedingungen zum Eintritt oder Wechsel in die PKV. Sie müssen lediglich den Berufsstatus darlegen. Für Selbständige und Freiberufler besteht keine Versicherungspflicht in der GKV. Bitte beachten Sie die oben genannten Ausnahmen bei bestimmten Berufen in der Selbständigkeit.

    Ebenfalls können Zahnärzte, Ärzte, Tierärzte und Apotheker bei Selbständigkeit ohne Bedingungen in die PKV wechseln.

    Voraussetzungen für Beamte

    Der besondere Status des Beamten im öffentlichen Dienst ermöglicht einen Wechsel ohne Bedingungen. Obwohl diese Berufsgruppe beim Staat, Land oder Kommune angestellt ist, besteht keine Versicherungspflicht in der GKV. Das gilt ebenfalls für Beamtenanwärter.

    Außerdem haben die Beamten einen Anspruch auf Beihilfe. Dieser Anspruch kommt besonders beim Wechsel in die PKVzum Tragen.

    Weitere Voraussetzungen

    Ein weiterer wichtiger Punkt zur Aufnahme in die private Krankenkasse ist der Gesundheitszustand. In seltenen Fällen kann eine Aufnahme verweigert werden. Chronische Krankheiten oder Erkrankungen infolge von Unfällen können der Grund sein.

    Bei besonderen Fällen kann die Ablehnung durch den sogenannten Kontrahierungszwang verhindert werden. Durch diesen Umstand müssen Kunden unabhängig von der Vorerkrankung angenommen werden. Der Kontrahierungszwang greift insbesondere bei Personen mit der ersten Verbeamtung.

    Fazit

    Die Voraussetzungen für die Aufnahme in einer privaten Krankenversicherung sind überschaubar. Ein Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenkasse für angestellte Arbeitnehmer ist möglich. Lediglich die Hürde der Versicherungspflichtgrenze muss genommen werden. Alle anderen Berufsgruppen können ohne große Hindernisse in die PKVwechseln.

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